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Wie können die kroatischen Werften aus der Krise kommen?

Posted by Mario Kelava - 9. Dezember 2008

Nach Angaben der kroatischen Gewerkschaft der Metaller „Sindikata metalaca Hrvatske“ (SMH) ist die Europäische Union (EU) nicht zwingend der Meinung die Kapazitäten der kroatischen Werften um 40% zu reduzieren. Für die kroatischen Werftarbeiter ist das sicherlich eine erfreuliche Nachricht, doch inwieweit deren Arbeitsplätze ohne staatliche Unterstützung zu sichern sind ist fraglich.  Die Nachfrage nach neuen Schiffen war in den vergangenen Jahren sehr hoch und die meisten Aufträge konnten sich die asiatischen Werften sichern.  Dem europäischen Schiffsbau mangelt es an Wettbewerbsfähigkeit.  Das Lohnniveau und die Produktionskosten sind im allgemeinen höher als bei den etablierten asiatischen Unternehmen.  Dem kroatischen Schiffsbau fehlt es an langfristigen Konzepten und an der notwendigen Produktivität, um mit den asiatischen Wettbewerbern und mit anderen Niedriglohnländern zu konkurrieren.  Da hilft auch nicht die Argumentation, dass in Kroatien ein Mangel an Arbeitskräften im Schiffsbau vorliegt, wenn man die Altersstruktur der Mitarbeiter berücksichtigt und diese in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen.

Kroatien sollt langsam Konzepte entwickeln wie die Werften profitabel arbeiten können, anstatt eine kranke Branche sinnlos zu subventionieren und am Ende doch noch zugrunde gehen zu lassen.

Quelle: Hina

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4 Antworten to “Wie können die kroatischen Werften aus der Krise kommen?”

  1. soline45 said

    „Kroatien sollt langsam Konzepte entwickeln wie die Werften profitabel arbeiten können, anstatt eine kranke Branche sinnlos zu subventionieren und am Ende doch noch zugrunde gehen zu lassen.“

    Nach meiner Einschätzung kommt dieser Satz für die Werft 3.Maj in Rijeka zu spät. Die Auftragsbücher sind leer und bald ist keine Arbeit mehr da. Der zuständige Minister Polancec streut den Werftarbeitern immer noch Sand in die Augen und man wird sehen, wie die Arbeiter reagieren werden, wenn sie auf der Strasse sitzen. Der Schiffbau hat in Rijeka eine lange Tradition und wenn es ihn dort nicht mehr geben wird, was man im Moment befürchten muss, dann befürchte ich für diese Stadt, erhebliche Unruhen.

    Mein konkreter Vorschlag an die Regierung ist folgender:
    Man sollte mit den Investoren, die das LNG Terminal in Omisalj bauen wollen, einen Deal aushandeln. Für dieses Terminal werden neue Spezialschiffe benötigt, welche das flüssige Gas nach Omisalj bringen sollen. Dafür ist der Bau von Schiffen notwendig. Durch Verhandlungen sollte man die Betreiber des Terminals davon überzeugen, dass man diese Schiffe auf der Werft 3.Maj am günstigsten bauen kann. Es wäre auch denkbar, dass die LNG-Gesellschaft die Werft kauft und für sich selbst, die neuen Schiffe dort bauen lässt.

    Zum Schluss noch eine ganz allgemeine Bemerkung zur aktuellen Situation in Kroatien:
    Warum holt man sich nicht mehr ausländische Experten und Fachleute in das Land? Das gilt für alle Sektoren. Industrie, Tourismus usw. Schaut man sich hier die Stellenausschreibungen an heisst ist überwiegend, dass die kroatische Staatsangehörigkeit Vorraussetzung dafür ist, damit eine Einstellung erfolgen kann. Man sollte wenigstens Anreize schaffen, dass Fachleute und Experten, welche die kroatische Staatsangehörigkeit haben und im Ausland leben und davon gibt es viele, wieder in ihre Heimat kommen Anreiz könnte z.B. sein, dass man ihnen für eine bestimmte Zeit, eine Steuerbefreiung gewährt.

    Ich habe die Befürchtung, dass es in der Regierung leider niemanden gibt, der auf solche Ideen kommen könnte.

  2. […] diesem Zusammenhang ist in einem anderen Blog ein interessanter Artikel, mit einem Kommentar  erschienen. Deshalb der Hinweis […]

  3. Hallo Soline,

    vielen Dank für Deinen Artikel. Deinen Ansatz finde ich sehr gut 🙂

    Das mit der Rückehr der ausländischen Spezialisten ist eine sehr gute idee, doch es muss zuerst der Filz der Seilschaften abgeschafft werden!

    Beste Grüße

    mario kelava

  4. soline45 said

    Hallo Mario,

    sehr gerne habe ich auf deinen Artikel hingewiesen.

    Du meinst, dass zuerst der Filz der Seilschaften abgeschafft werden muss. Ich sage es deutlicher, als du: Das kommunistische, nicht das sozialistische Denken, wie man hier gerne sagt, der Menschen und Verantwortlichen muss aus den Köpfen verschwinden. So lange, wie z.B. an den ökonomischen Fakultäten noch von unten nach oben und nicht von oben nach unten gerechnet wird, wird sich in diesem Lande nichts, aber auch gar nichts verändern.
    Aber die Hoffnung, dass sich etwas ändert stirbt zu letzt.

    Viele Grüsse von der Insel. Wir müssen täglich weiter machen, die deutschsprachige Öffentlichkeit darüber zu informieren, was in Kroatien täglich passiert. Evtl. kann man dadurch eine Besserung in Kroatien erreichen. Ich hoffe es jedenfalls noch!

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