Archiv für die Kategorie ‘Wirtschaft’
Informationen über Wirtschaft, Wirtschaftspolitik, Wirtschaftsentwicklung, Unternehmen und Produkten in Kroatien und vielen anderen interessanten Themen
Verfasst von Mario Kelava am 25. Juni 2009
Mitten in der Krise, wenn der Wirtschaft das Geld fehlt und die Umsätze fallen, sowie Staat, Regionen und Kommunen mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen haben, wächst das Geldvermögen der kroatischen Bürger kontinuierlich. Die Spareinlagen der Kroaten sind nach einer Mitteilung der Nationalbank (HNB) im Juni auf über 123 Milliarden Kuna (HRK) gestiegen.
Nach Angaben der HNB sind allein in den letzten 12 Monaten die Spareinlagen um mehr als 9,5 Milliarden gestiegen. Die Banken konnten die Bürger mit Zinssätzen von bis zu 7% locken, was eine attraktive alternative gegenüber anderen Anlagen darstellt.
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Verfasst von Mario Kelava am 12. Juni 2009
Das kroatische Landwirtschaftsministerium hat ein Umfangreiches Entwicklungspaket welches durch zahlreiche Ausschreibungen vergeben wurde unterzeichnet und damit den Weg zur Gründung zahlreicher Landwirtschaftsgenossenschaften geebnet.
Bis Mitte April wurden in der kroatischen Landwirtschaft Fördermittel in Höhe von ca. 923 Millionen Kuna (HRK) ausbezahlt.
Bis zum 31. Mai 2009 sollen weitere 1,07 Milliarden HRK für 10 verschieden Programme ausbezahlt werden und die Landwirtschaft nochmals unterstützt werden.
Kroatien ist es bisher nicht gelungen die Landwirtschaft so zu entwickeln, dass eine Selbstversorgung des Landes gewährleistet ist. Es müssen nach wie vor zahlreiche Lebensmittel importiert werden, was sich negativ auf das Handelsbilanzdefizit auswirkt.
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Verfasst von Mario Kelava am 22. Mai 2009
Auf dem Messegelände in Zagreb fand vom 06.05.2009 – 09.05.2009 die „Medizin & Technik“ Messe statt, die bereits zum 37. Jahr ihre Pforten für Besucher geöffnet hatte. Eröffnet wurde die Messe durch den Gesundheitsminister Darko Milinović. In diesem Jahr haben 227 Aussteller aus 24 Ländern teilgenommen und die Möglichkeit gehabt ihre zahlreichen Produkten aus der allgemeinen Medizin und dem technisch medizinischen Bereich zu präsentieren.
Die Besucher konnten unter anderem auch zahlreiche Symposien zu den Themen Ultraschall, Gynäkologie, und Chronische Lungenkrankheiten besuchen.
Als Highlight fand während der Messe auch ein Wettbewerb von Teams von Ersthelfern statt, die ihre Fertigkeiten und Schnelligkeit bei der Simulation von Notsituationen und Rettungsmaßnahmen vorstellen durften.
In der Eröffnungsrede des Gesundheitsministers Darko Milinović berichtete dieser über aktuelle Themen des kroatischen Gesundheitswesens. Durch die Reformen des Ministers gelang es das Monatsdefizit an offenen Rechungen auf 250 Millionen Kuna (HRK) zu reduzieren und die Schulden der Krankenkassen von 2 Milliarden auf 1,1 Milliarden zu reduzieren. Die Krankenhäuser konnten während seiner laufenden Amtszeit die Verbindlichkeiten von 2,3 Milliarden auf 1,6 Milliarden HRK reduzieren.
Bei der Bezahlung der Medikamente wurde die Zeit von der Rechnungsstellung zur Bezahlung von 300 Tagen auf 100 Tagen reduziert.
Der Staat bereitet nach Angaben des Ministers eine Ausschreibung für die Beschaffung neuer Ausrüstung im Gesundheitswesen in Höhe von 800 Millionen HRK vor.
Das kroatische Gesundheitssystem leidet noch immer unter den alten Strukturen aus der Zeit des Kommunismus des ehemaligen Jugoslawien. Bisherige Reformen waren unzureichend und sind teilweise nicht vollständig umgesetzt worden.
Die medizinische Versorgung in Kroatien reicht von einer modernen Ausstattung bis hin zum Stand von vor 30 Jahren und später.
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Verfasst von Mario Kelava am 24. April 2009
Die Fluggesellschaft Croatia Airlines konnte nach zwei erfolgreichen Geschäftsjahren in Folge das Jahr 2008 lediglich mit einem Verlust von fast 90 Millionen Kuna (HRK) abschließen. Der Verlust kam trotz steigender Flüge um 9% und steigender Passagierzahlen um insgesamt 7% zustande, was mit strukturellen Problemen der gesamten Branche zusammenhängt zustande.
Die globale Wirtschaftskrise die auch die kroatische Fluggesellschaft erfasst hat, wird das Unternehmen zu Sparmaßnahmen zwingen. Die ersten Maßnahmen sind bereits die Kürzung der Gehälter der Führungsriege. Demnach werden die Bezüge der Vorstände um 15%, die des mittleren Managements um 10% und Mitarbeitern mit außertariflichen Verträgen um 5% gekürzt.
Ein Hauptgrund für das schlechte Unternehmensergebnis waren die Kerosinpreise die um Rund Drittel höher ausgefallen sind als im Jahr 2007. Auch die Kosten für die Flugüberwachung sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.
Damit die Airline auch in Zukunft weiter wachsen kann wurde der Flugverkehr um die Verbindungen nach Göteborg und Barcelona erweitert. Ein weiterer Schritt wird die Optimierung der Passagierkapazitäten sein.
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Verfasst von Mario Kelava am 20. März 2009
Diverse Städte in Kroatien haben eigene Maßnahmen gegen die lahmende Konjunktur ergriffen und hoffen damit die regionalen Betriebe zu unterstützen. So hat zum Beispiel die Stadt Osijek ihre kommunalen Abgaben um 10% reduziert und für Schüler der Mittelstufe, sowie Studenten ist die Fahrt mit den städtischen Bussen kostenlos. Auch sollen die Anschlusskosten für die kommunale Wasser- und Abwasserversorgung erlassen werden. Durch diese Maßnahmen sollen nach Angaben aus dem Stadtparlament die Qualität der Dienstleistungen nicht leiden und auch die geplanten Investitionen sollen wie geplant umgesetzt werden.
Das Management der städtischen Kommunalbetriebe muss in manchen Städten sogar mit einer Gehaltskürzung von 10% auskommen, da diese auch einen Beitrag zu den Sparmaßnahmen bringen sollen.
Auch die Stadt Zagreb als größte kroatische Stadt und das wirtschaftliche und politische Zentrum Kroatiens hat sich zu einer Reduzierung der kommunalen Abgaben entschlossen. Weitere Maßnahmen werden nach Angaben des Bürgermeisters Milan Bandić bis Ende März abschließend beraten werden und anschließend umgesetzt werden.
Auch das Projekt Zagrebs mit der INA über den Bau der Therme soll nach wie vor umgesetzt werden und nach Angaben des Bürgermeisters soll die Verwaltung nicht in fremde Hände gelegt werden.
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Verfasst von Mario Kelava am 16. März 2009
Nach angeben der Zentralen Depot Agentur (SDA) wurde am 05. März die erste Tranche der Dividende des kroatischen Telekommunikationsunternehmen HT Hrvatski Telekom d.d.. Die HT ist eine Tochterunternehmen der Deutschen Telekom.
Der Vorstand hat eine Dividende für 2008 von 29,99 Kuna je Aktie vorgeschlagen und soll in zwei Teilbeträgen von 12,84 und 17,15 Kuna ausbezahlt werden. Die zweite Tranche der Dividende soll nach der Hauptversammlung am 21. April dieses Jahres nach Zustimmung der Aktionäre erfolgen.
Der größte Teil der Dividende wird aus zurückbehaltenen Gewinnen aus den Vorjahren bestritten werden. Insgesamt sollen Dividenden in Höhe von 2,45 Milliarden Kuna (HRK) ausbezahlt werden.
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Verfasst von Mario Kelava am 13. März 2009
Durch die Wirtschaftskrise mit der Kroatien mit großer Wucht erfasst worden ist, wächst auch die Ansicht bei den überwiegend vom Staat kontrollierten Unternehmen ihre Ausgaben zu senken. Die rufe aus Politik und Wirtschaft sind in den guten Jahren regelmäßig ungehört und scharf zurückgewiesen worden und ist mittlerweile eines der Schlagwörter der verantwortlichen Unternehmensbosse. Diese überschlagen sich mittlerweile mit Kürzungen und Budgetstreichungen.
Warum diese Erkenntnis erst mit Eintritt der Krise auftritt und nicht schon vorher wird aktuell in zahlreichen Print- und TV-Medien diskutiert. Auch werden Kürzungen von Managergehältern und Streichung anderer Privilegien des Managements diskutiert.
Die Rolle des Staates und der Unternehmen in mehrheitlich öffentlicher Hand darf nicht unterschätzt werden. Diesen Unternehmen fehlt in der Regel die unternehmerische Weitsicht und die Management Kompetenz, denn die Posten werden in der Regel mit mehr oder weniger Verdienten oder Unverdienten Politiker bzw. der Politik nahestehenden Personen vergeben. Gerade jetzt würde eine Nachfrage des Staates die Wirtschaft stabilisieren können und zahlreiche Arbeitsplätze retten können.
Nicht zu unterschätzen ist auch welche weiteren Negativen Auswirkungen manche Sparmaßnahmen haben können und diese eher kontraproduktiv sein könnten bzw. das Unternehmen langfristig eher schädigen können. Die Folgen der einzelnen Maßnahmen sollten gut überlegt sein.
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Verfasst von Mario Kelava am 11. März 2009
Der Januar 2009 ist der vierte Monat in Folge in dem der kroatische Export wieder gefallen ist, was ein deutliches Signal für den Rückgang der Nachfrage nach kroatischen Produkten ist. Im Januar ist nicht nur ein Rückgang auf Monatsbasis sondern auch ein Rückgang der Exporte auf Jahresbasis zu verzeichnen. Nach Angaben des staatlichen Amtes für Statistik betrug der Export im Januar 2009 ca. 3,8 Milliarden Kuna (HRK), was 26,1% weniger als im Januar 2008 ist. Die Importe verzeichneten im gleichen Zeitraum eeinen Rückgang auf 31,8% auf 7,61 Milliarden HRK.
Positiv hingegen ist, dass im Zuge der Krise das Handelsbilanzdefizit um rund 37% auf 3,81 Milliarden HRK reduziert wurde. Nicht so positiv sind die Rückgänge bei den Investitionen um ca. 50%. Wie auch anderswo in Europa und auf der Welt ziehen ausländische Investoren ihr Kapital ab bzw. tätigen keine neuen Investitionen.
Diese Krise trifft Kroatien besonders hart, denn die Politik hat es in guten Zeiten versäumt die Wirtschaft im bereichen neuer und innovativer Technologien zu fördern und damit einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Ländern zu verschaffen.
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Verfasst von Mario Kelava am 6. März 2009
Die Stabilität des kroatischen Finanzsektors ist größtenteils abhängig vom österreichischen Bankensystem. Es gibt mittlerweile Befürchtungen, dass die angeschlagenen österreichischen Banken ihr Engegement in Kroatien deutlich zurück zu fahren, nachdem die österreichische Regierung ihren Finanzsektor mit 100 Milliarden Euro gestützt haben. Nach Meinung des österreichischen Vize-Kanzlers Joseff Pröll besteht dazu keinen Anlass, denn diese würden in Kroatien gutes Geld verdienen und einen wichtigen Beitrag für die kroatische-österreichischen Wirtschaftsbeziehungen leisten.
Österreichs Banken werden sicherlich auch im Zuge der Finanzkrise einzelene Kreditengagements kritisch überprüfen und auch die Vergabe neuer Darlehen verschärfen und die Risikokosten erhöhen und damit die Darlehen zu höheren Konditionen anbieten. Diese Maßnahmen dürften dazu führen, dass automatisch weniger Darlehen vergeben werden. Größere Strategiewechsle sind nach aktuellem Kenntnisstand kroatischer Medien nicht zu erwarten.
Was den kroatischen Bankensektor im Allgemeinen betrifft, ist dieser durch die zahlreichen Maßnahmen der heimischen Länder aus denen die Mütter der kroatischen Banken stammen stabil. Unabhängig von der Tatsache ist Kroatiens Bankensektor trotz aller Stabilitätsbekenntnisse der Regierung nicht immun gegen die Krise. Es können ähnliche Krisen wie auch bei den Nachbarländern Ungarn und Serbien auftreten, worauf das Land bzw. die kroatische Regierung nach heutigem Kenntnisstand nicht vorbereitet ist. Diesbezüglich sollten bereits heute schon Notfallpläne für eine solche Krisensituation erarbeitet werden.
Die Politik lebt aktuell sehr stark nach dem Prinzip Hoffnung und ist nicht in der Lage zu agieren, sondern kann den Ereignissen nur hinterherrennen und versuchen zu improvisieren falls das gelingt.
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Verfasst von Mario Kelava am 3. März 2009
Die Zahl der Beschäftigten in der kroatischen verarbeitenden Industrie fällt nach einer Mitteilung der kroatischen Vereinigung für Arbeitgeber (HUP) täglich um 150 Personen, was bis zum Jahresende einen Verlust von bis zu 50.000 Arbeitsplätzen bedeuten würde.
Die HUP verlangt von der Regierung eine dringende Korrektur der Anti-Rezessions-Maßnahmen, da die kroatische Industrie sich bereits heute schon am Rande eines Kollapses befindet. Die Betriebe haben bereits in zahlreichen Fällen die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter eingefroren und vereinbarte Gehaltserhöhungen nicht angepasst. Des Weiteren wurden die Investitionen gekürzt bzw. in Teilbereichen vollständig gestrichen. Die Arbeitgeber verlangen von der Regierung auch die Lohnnebenkosten zu senken und auch die öffentlichen Abgaben für Betriebe an die Gemeinden und kommunalen Dienstleister zu reduzieren.
Die HUP stellte in der vergangenen Woche ein Maßnahmenpaket zusammen was der Regierung vorgeschlagen wurde um einen Weg aus der Krise zu finden. Unter anderem wurde vorgeschlagen einen Garantiefonds für die von der Krise erfassten Unternehmen einzurichten, welche es ihnen ermöglicht Darlehen von Geschäftsbanken und der Förderbank HBOR zu erhalten. Außerdem wurde eine fristgerechte Zahlung öffentlicher Aufträge angemahnt, da eine Vielzahl von Betrieben erheblich lange auf die Zahlungen der Kommunen und deren Dienstleister warten müssen. Überlegungen zu einem arbeitsfreien Freitag mit dem die Lohnkosten um 20% gesenkt werden können wurden ebenfalls präsentiert.
Unter den von der HUP befragten Unternehmen haben 83% im Zuge der Krise Marktanteile verloren, ca. 59% Schwierigkeiten bei Finanzierungen, ca. 16% bereits Liquiditätsprobleme. Von den eingeleiteten Maßnahmen der Unternehmen nannten der HUP 33% der Betriebe die Reduzierung des Personals, 39% haben die Gehälter eingefroren, ca. 15% haben die Gehälter bereits reduziert, ca. 45% haben ihre Marketingkosten reduziert und ca. 30% haben die Preise ihrer Produkte reduziert.
Das Kroatien sich in einer der schwersten Krisen des Landes befindet lässt sich heute nicht mehr leugnen. Die Frage ist lediglich wie hart es noch kommt und wie schnell kommt die Kroatische Wirtschaft überhaupt auf die Beine. Bisher ist keine klare Linie der Regierung erkennbar und auch fallen die Reaktionen und Maßnahmen eher spärlich aus. Es entsteht der Eindruck, dass es dem Land an vernünftigen Konzepten fehlt und die Belastungen aus der Vergangenheit und das Festhalten an alten Strukturen einer Lösung im Wege stehen.
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