Verfasst von Mario Kelava am 15. Februar 2008
Heute ist die Aktion des “Käuferstreiks in Kroatien” zu Ende gegangen, die von dem Verbrand der Verbraucherschutzvereinigung in Kroatien initiiert wurde.
Eine gut gemeinte und Prestigeträchtiger Streik der Verbraucher
Mehr Informationen auf dem Kroatien Blog
Dieser Eintrag wurde erstellt am 15. Februar 2008 um 14:02 und ist abgelegt unter Wirtschaft.
Verschlagwortet mit : Käuferstreik, Konsumentenschutzverenigung, Preise, Preiserhöhungen, Preisniveau, Verbraucherschutz, Verbraucherschutzvereinigung. Du kannst alle Antworten auf diesen Eintrag mitverfolgen über den RSS 2.0 Feed.
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Robert sagte
In Kroatien wird vergleichsweise wenig produziert. Die importierten Waren des täglichen Bedarfs sind oft günstiger als die heimischen. Die Preise für kroatische Produkte im Ausland sind manchmal niedriger als in Kroatien. Vor nicht allzu langer Zeit tätigte man regelmäßig Großeinkäufe in benachbarten Ländern, vorwiegend in Österreich, Italien und Ungarn. Obwohl es heute in Kroatien große Supermärkte gibt, auch viele ausländische wie etwa Billa und Interspar, werden im Norden Kroatiens vielfach große Einkäufe immer noch über der Grenze erledigt. Derzeit ist Slowenien deutlich günstiger. „Eine Mehrwertsteuer von acht Prozent für Lebensmittel wie in Slowenien würde die Einkäufe im Ausland stoppen, die von der Kroatischen Nationalbank auf zehn Mrd. Kuna (1,4 Mrd. Euro) jährlich geschätzt werden.“
Die Presse, 14.02.2008
Mario Kelava sagte
Hallo Robert,
ja da stimme ich dir zu – viele Kroaten kaufen in den Nachbarländern ein und schaden so der heimischen Wirtschaft. Die Istrianer kaufen in Slowenien bzw. Italien ein, die Regionen nahe der Slowenischen Grenze in Slowenien, die Slawonier in Ungarn und in Serbien und die Dalmatiner kaufen in Bosnien ein. Alle Länder mit geringeren Lebensmittelpreisen als in Kroatien. Andere Produkte werden auch eingekauft.
Das Kroatien ein teures Pflaster ist, stimmt jedoch auch nicht ganz. Manches findet man auch dort preiswerter
Auf der anderen Seite könnte man behaupten, dass die kroatischen Produkte zu teuer bzw. nicht konkurrenzfähig sind oder das kroatische Lohnniveau ist so hoch, so dass die Produkte aus diesem Grunde so teuer sind.
Vergleicht man die Lebenshaltungskosten in den kroatischen Großstädten, so stehen diese dem Europäischen Niveau in nichts nach. Manche Produktgruppen haben das gleiche Preisniveau wie hier in München, welches nicht gerade unter den preiswertesten Standorten in Deutschland zählt.
BB
Mario Kelava