Steinmeier: Der Grenzkonflikt gehört vor internationale Gerichte
Verfasst von Mario Kelava am 30. Dezember 2007
Der Deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier hat sich vor der slowenischen Tageszeitung Delo zum Grenzkonflikt zwischen Kroatien und Slowenien positiv über die Bemühungen der beiden Länder geäußert, den Konflikt vor dem internationalen Gerichtshof zu lösen.
Auf die Frage des Widerstandes von Slowenien und Italien bezüglich dem kroatischen “ZERP” (Ökologische Fischereizone Kroatiens) die zum Schutz der kroatischen Fischer eingerichtet worden ist, wollte Steinmeier keine Spekulationen in die Welt setzen. Kroatien muss sich natürlich um gute nachbarschaftliche Beziehungen bemühen und beide Staaten haben dieses Bemühen auch durch ihr handeln im Grenzkonflikt unter Beweis gestellt.
Slowenien wird öffentlich keine Drohungen über ihren möglichen Einfluss auf die Beitrittsverhandlungen durch ihren Ratsvorsitz in der ersten Jahreshälfte 2008 geltend machen. Was sicherlich vorteilhaft für die Slowenen ist, doch der Fortschritt der Beitrittsverhandlungen ist abhängig von allen Seiten, Kroatien, Sloweniens und der EU.
Slowenien ist auch bemüht den Beitrittsprozess der restlichen Staaten des ehemaligen Jugoslawien beschleunigen. Doch die EU wird ihren Beitritt an den individuellen Fortschritten der einzelnen Staaten abhängig machen.
Robert sagte
Auf kroatienblog.com/?p=77 hab ich aus der NZZ zitiert: Die von Zagreb unilateral deklarierte Zone soll ab dem Beginn des nächsten Jahres gelten. […] Im Wahlkampf hatte die Bauernpartei den kroatischen Fischern die fristgerechte Umsetzung der Fischereizone versprochen. Die hiesigen Fischer beziffern das Ausmass slowenischer und vor allem italienischer Fänge in der kroatischen Fischereizone mit jährlich 300 Millionen Euro und fordern Kompensation. Da stellt sich am Tag vor der fristgemäßen Umsetzung doch, ob die Umsetzung nun fristgemäß erfolgt?
Ja oder nein?
Und news.google hat mir auf der Suche nach Olli Rehn diesen Link verraten: 40 Seemeilen ist der Meeresstreifen breit, in dem Kroatien seinen sowie slowenischen und italienischen Fischern vorschreiben will, wer mit welchem Gerät fischen darf. Das missfällt nicht nur den Nachbarstaaten sondern auch der EU-Kommission. Erweiterungskommissar Olli Rehn warnte vor einer einseitigen Ausrufung der Fischereizone und “negativen Auswirkungen” für die EU-Beitrittsverhandlungen mit dem Kandidatenland Kroatien. [...] Laut kroatischen Statistiken fangen Italiener in der Adria an die 300.000 Tonnen Fisch jährlich – zehn Mal mehr als Kroaten.
Interessant: 300.000 Tonnen Fisch werden mit 300 mio. Euro beziffert. Also ein Kilo Fisch ein Euro…
Sretnu novu!
Mario sagte
Hallo Robert,
danke für Deinen erneuten Beitrag.
Auch ich wünsche Dir und Deiner Familie einen guten Jahresstart – vor allem aber Gesundheit.
Sretnu novu 2008 godinu ti želi
Mario Kelava